Ein Beitrag im Kölner Stadtanzeiger vom 09.07.2009 mit dem Titel
"Bau der Umgehungsstraße beginnt 2014" hat in Fühlingen und natürlich vor allem bei der BAFF für erhebliche Unruhe gesorgt. (Link hierzu siehe unten - allerdings wurde im Internet die Jahreszahl inzwischen aus der Titelzeile herausgenommen!!)
Wir haben daraufhin Herrn Harzendorf, den Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik, angeschrieben und um Stellungnahme und Beantwortung einiger Fragen gebeten. Vor allem deshalb, weil von seiner Seite wie auch von anderen Verwaltungsbeamten und in diversen Medienberichten bislang immer 2012 als Termin für den Baubeginn genannt wurde. Außerdem wollten wir wissen, wann an den beiden Ampelanlagen in Fühlingen endlich die versprochenen Allrotschaltungen installiert werden.
Hier nun die Antwort seines Stellvertreters, Herrn Krichel, die uns gestern erreichte:
Sehr geehrter Herr Hilger,
aufgrund der Urlaubsabwesenheit von Herrn Harzendorf erlauben Sie mir als seinem Vertreter auf Ihre unten stehende E Mail zu antworten:
Der Bau der Ortsumgehung Fühlungen ist Aufgabe des Landesbetriebes Straßen NRW und liegt -wie sie wissen- auch der Stadt Köln und meinem Amt sehr am Herzen. Daher steht das Projekt auf jedem Koordinierungsgespräch mit dem Landesbetrieb auf der Tagesordnung, zuletzt am 15.5.2009. Die klare Aussage des LBS ist: Baubeginn 2012, Bauzeit 1 Jahr, so dass mit Inbetriebnahme 2013 zu rechnen ist.
Wie es häufig bei Interviews mit Pressevertretern ist, werden Aussagen falsch oder missverständlich wiedergegeben. Herr Lachmann hat nach seiner Aussage mitgeteilt, dass die Maßnahme bis 2014 fertiggestellt ist, was ja auch nicht falsch ist.
Zur Zeit besteht kein Grund, an der Aussage des Straßenbaulastträgers zu zweifeln, dass der Baubeginn in 2012 sein wird.
Ich hoffe, mit dieser Information etwas zur Reduzierung der aufgekommenen Unruhe beitragen zu können und darf Ihnen versichern, dass das Projekt auch weiterhin im Rahmen der hier bestehenden Möglichkeiten unterstützt wird.
Die Allrotschaltungen der beiden Ampelanlagen in Fühlingen sind in das Erneuerungsprogramm für Lichtsignalanlagen aufgenommen worden und stehen in starker Konkurrenz zu höher priorisierten signalgeregelten Knotenpunkten, bei denen die Thematik der Unfallprävention ein wesentliches Kriterium ist. Ich habe Ihr Schreiben aber zum Anlass genommen, die zuständige Abteilung zu bitten, unter Berücksichtigung der inzwischen verstrichenen Zeit ein Vorziehen der Maßnahme zu prüfen und hoffe nun auf eine baldige Realisierung.
mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag
Heribert Krichel
(stv.Amtsleiter)
Stadt Köln
Amt für Straßen und Verkehrstechnik
Willy-Brandt-Platz 2
50679 Köln
Wir freuen uns über die Bestätigung des Termins 2012 durch die Stadtverwaltung, werden aber ein waches Auge auf den Fortgang der Planungs- und Bewilligungsmaßnahmen haben und uns weiterhin für einen möglichst noch früheren Baubeginn einsetzen.
Auch auf eine Realisierung der Allrotschaltungen in den nächsten Monaten haben wir in unserem Antwortschreiben an Herrn Krichel gedrängt.
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Artikel KStA vom 09.07.2009:
http://www.ksta.de/html/artikel/1246883636352.shtml
Charakterprofil - 15. Jul, 22:22
Liebe Fühlinger,
o.k., hollywoodreif waren manche unserer Aktionen. Bei unserem Fernsehauftritt war alles eine Nummer kleiner. In der Sendung Rheinblick (vom 04.05.2009) des Senders Center TV (www.center.tv) konnten wir das Erreichte, Aktuelles und unsere Ziele einem größeren Publikum vorstellen.
Wir hoffen, mit unserer Öffentlichkeitsarbeit für die Belange Fühlingens weiter sensibilisiert zu haben. Schauen Sie mal rein.
Euer BAFF - Team
Charakterprofil - 6. Mai, 17:44
Liebe Fühlinger,
auch die Auslieferer des Fühlinger Grill haben es inzwischen begriffen: Das Parken auf den Radwegen ist verboten. Das Parken auf der Neusser Landstraße ist erlaubt. Wir wissen nicht, wie diese Erkenntnis zur Grillstube drang, freuen uns jedoch über das Ergebnis. Inzwischen kann man manchmal sogar mit dem Fahrrad störungsfrei durch ganze Dorf fahren.
Nebenbei bemerkt: Bald gibt es die BAFF auch im Fernsehen. Mehr dazu in den folgendenen Beiträgen.
Euer BAFF - Team
Charakterprofil - 1. Mai, 09:13
Liebe Fühlinger,
in der Folge dieses Beitrages finden Sie einen Bericht aus dem KStA, der für uns alle nur positiv sein dürfte. Der Blumenbergsweg wird mit Mitteln der Stadt Köln LKW-tauglich ausgebaut. Die BAFF hat sich vehement für diesen Ausbau eingesetzt. Herr Harzendorf hat auch hier Wort gehalten. Dafür, und auch für seinen Einsatz zur Umsetzung der Entschleunigung bedanken wir uns an dieser Stelle.
Nichtsdestotrotz müssen wir wachsam sein. Auch unsere Leidensgenossen aus Lövenich hatten für 3 Jahre ein Durchfahrverbot für LKW (mit den selben Erfahrungen wie bei uns: trotz Durchfahrverbot immer noch Dutzende von LKW pro Tag). Dies wurde nun durch ein völlig durchgeknalltes Widerspruchsverfahren gekippt und schon haben die wieder den Wahnsinn in ihrem Dorf. Die BAFF wird das hier zu verhindern wissen.
Nun zum oben angesprochenen Bericht:
Blumenbergsweg soll verbreitert werden
Von Petra Wischgoll, 25.03.09, 15:52h
Immer mehr Lastwagen weichen auf diese Strecke aus, seit die Neusser Landstraße in Fühlingen teilweise für Lkw gesperrt wurde. Die Kosten für den Ausbau der Straße könnten auf 120.000 Euro steigen.
Chorweiler - Das Warten hat tatsächlich ein Ende: Im Juni soll endlich der Blumenbergsweg (L 43) verbreitert werden. Dies teilte der Landesbetrieb Straßenbau NRW (LSN) auf Anfrage mit. An zwei Wochenenden sollen beide Fahrspuren jeweils um 50 Zentimeter ausgebaut werden, bestätigte Laurenz Braunisch von der LSN-Außenstelle Rhein-Berg.
Momentan laufe noch die Ausschreibung, erläutert Braunisch. Die Kosten für den Ausbau trägt die Stadt, der Landesbetrieb Straßenbau führt die Arbeiten durch. Auf ihrer jüngsten Sitzung beauftragten die Chorweiler Bezirksvertreter mehrheitlich die Verwaltung, die Finanzierung sicherzustellen. In der Vorlage der Verwaltung wurde eine Summe von rund 85 000 Euro genannt, die auf ersten Schätzungen des LSN basieren. Nach neuesten Berechnungen könnte sich diese Summe allerdings noch auf 120 000 Euro erhöhen, so der LSN.
Der Ausbau war nötig geworden, als die Neusser Landstraße, die auch durch den Ortskern von Fühlingen führt, für den Schwerlastverkehr gesperrt wurde. Seitdem weichen immer mehr Lkw auf den Blumenbergsweg und die Mercatorstraße aus - nach Angaben der Verwaltung nutzen rund 100 Fahrer pro Tag die Strecke. Zum Vergleich: Vor der Sperrung wurden 20 der großen Transporter gezählt.
Die Trasse ist allerdings so schmal, dass die Lastwagen bei Gegenverkehr auf den unbefestigten Straßenrand, so genannte Bankette, ausweichen müssen. Diese Bankette wurden dadurch enorm beschädigt. Die Erde wurde aufgewühlt und ist deutlich mit breiten Reifenspuren gezeichnet. Bei Regen entwickelt sich ein brauner Matsch. Vor allem für Radfahrer kann es bei solchen Bedingungen gefährlich werden. Des öfteren musste der Landesbetrieb bereits ausrücken, um die Seitenbereiche notdürftig auszubessern.
So, das war's für diese Woche. Bis später.
Euer BAFF - Team
Charakterprofil - 28. Apr, 20:29
Liebe Fühlinger,
das, was bisher an LKW durch NRW, Köln, Fühlingen und durch Ihre Straße donnert ist noch gar nichts zu dem , was uns in Zukunft erwartet:
Quelle: IHK Aachen
Die Güterverkehrsleistung im Binnenverkehr wird sich laut einer Progtrans-Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) bis 2030 gegenüber 2005 von 300 Milliarden Tonnenkilometern auf beinahe 440 Milliarden Tonnenkilometer um 50 Prozent erhöhen. Der grenzüberschreitende Verkehr (Empfang und Versand) wird sich sogar überproportional
gegenüber dem Binnenverkehr entwickeln: hier werden für den Zeitraum 2005 bis 2030 Wachstumsraten von 75 Prozent
prognostiziert. Noch dramatischer sind die Entwicklungen im Transitverkehr. Hier geht die Studie von einem Wachstum von über 135 Prozent für den gleichen Zeitraum aus.
Der Güterverkehr von und nach Nordrhein-Westfalen (NRW) spielt bundesweit bereits heute eine bedeutende Rolle: jede vierte Tonne (23 Prozent) an Gütern, die über die Straße nach Deutschland gelangt, hat als Zielregion NRW. Ebenfalls beim Versand von Gütern ist NRW im Vergleich mit anderen Bundesländern mit über 25 Prozent der Gesamtausfuhr führend. Allein der Versandverkehr aus NRW in andere Staaten nahm zwischen 2005 und 2006 um 8,8 Prozent zu. Der Güterverkehr verzeichnet enorme Wachstumsraten, insbesondere im grenzüberschreitenden Verkehr. Die zentrale geographische Lage Deutschlands innerhalb
Europas führt in der EU der 27 zudem zu einer Zunahme des Transit- und des Fremdverkehrs.
Na dann: Ärmel hochkrempeln und weiter gegen die LKW-Flut kämpfen. Bald kommt REWE. Holzauge, sei wachsam.
Euer BAFF - Team
Charakterprofil - 18. Apr, 19:01
Rewe macht Zugeständnisse
Schallmauer soll Bürger schützen
Von Petra Wischgoll, 08.04.09, 15:53h, aktualisiert 08.04.09, 15:56h
Eine eigene Brücke für Radfahrer und Fußgänger wird vom Konzern Rewe in Aussicht gestellt, genauso wie eine Schallmauer. Politiker loben Verhandlungsbereitschaft des Handelsriesen.
Chorweiler - Beim geplanten Bau seines Zentrallagers macht der Lebensmittelkonzern Rewe den Chorweiler Bezirksvertretern umfangreiche Zugeständnisse. So soll eine eigene Brücke für Radfahrer und Fußgänger an jener Stelle des Mohlenwegs gebaut werden, die künftig der Lkw-Anlieferverkehr auf dem Weg zum Lager überqueren muss. Des weiteren werde eine zusätzliche, fünf Meter hohe Schallmauer errichtet. Für die Bepflanzung am Gebäude wolle man heimische Hölzer verwenden, erläuterte ein Rewe-Sprecher dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, auch eine umweltfreundliche Fotovoltaikanlage sei vorgesehen.
Um Lärm zu reduzieren, wurde bereits am bestehenden Rewe-Frischezentrum eine Außenstromanlage installiert, aus der sich die Lastwagen-Fahrer auch bei abgestelltem Motor den „Saft“ für ihre Kühlanlage ziehen können. Das gleiche System soll auch am neuen Bau errichtet werden. Die „Lichtemission“, wie es etwas schwammig heißt, wird zudem „so gering wie möglich“ gehalten.
In einem mehrstündigen Gespräch vor ihrer jüngsten Sitzung hatten die Chorweiler Stadtteil-Parlamentarier mit Vertretern des Handelsriesen über das geplante Lager im Kölner Norden diskutiert. Die Lokalpolitiker präsentierten eine Liste mit Forderungen, die sich zum Teil aus einer Bürgerbeteiligung und aus Anregungen der Stadtteilvertreter zusammen setzte. Neben den von Rewe zugestandenen Punkten beinhaltete die Liste unter anderem den Wunsch, dass der Bau des Lagers und der Ausbau der Umgehungsstraße Fühlingen „zeitnah“ geschehen soll.
Auf ihrer Sitzung votierten die Bezirksvertreter denn auch für die Veränderung des Bebauungsplanes und ermöglichten so den neuen Rewe-Bau. Der Beschluss beinhaltetet auch die Liste mit Forderungen. Die Lokalpolitiker zeigten sich überwiegend zufrieden: „Es war ein hervorragendes Gespräch. Die Rewe ist uns sehr entgegen gekommen“, erklärte Bezirksbürgermeister Jürgen Kircher (SPD). Die Fraktionsvorsitzende der Grünen, Cornelie Wittsack-Junge, kommentierte den Verlauf des Gesprächs dagegen vorsichtiger. „Es gibt bestimmte Dinge, die von der Rewe aufgegriffen werden. Aber am Ende wird entscheidend sein, was umgesetzt wird.“
Rund 70 Millionen Euro will der Handelsriese in das neue Lager investieren. Vor Ort sollen rund 600 Arbeitsplätze entstehen. Das 50 000 Quadratmeter große Lager wird gegenüber dem bereits bestehenden, 35 000 Quadratmeter großen Frischezentrum angesiedelt. Es soll 360 Meter lang, 127 Meter tief und 16 Meter hoch sein. Anwohner sehen den Bau mit Skepsis.
In eigener Sache: Nach heftigen Diskussionen und auch heftigem Gegenwind scheinen nun doch alle Fühlinger hinter den Zielen der BAFF zu stehen: Her mit der Umgehungsstraße.
Euer BAFF - Team
Charakterprofil - 13. Apr, 11:32
Liebe Fühlinger,
wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein Fröhliches Osterfest.
Genießen Sie die sonnigen Tage und den lang ersehnten Frühling.
EUER BAFF - Team
Charakterprofil - 12. Apr, 12:03
Liebe Fühlinger,
immer noch fahren täglich Dutzende LKW gegen jedes Verbot durch Fühlingen. Wissen Sie welches Gefahrenpotential dahinter steckt?
Hier einige Zahlen aus 2007 (Quelle: Bundesamt für Güterfernverkehr)
Kontrollierte LKW: 637.137
Beanstandete Fahrzeuge: 114.110 entspricht 17,9%
Noch schlimmer ist die Statistik im Gefahrgutbereich:
Kontrollierte LKW: 36.170
Beanstandete Fahrzeuge: 5.133
Anzahl der Verstöße: 7.414 entspricht 20,5 Prozent, dabei gab es sage und schreibe 701 Verstöße gegen die Ladungssicherheit.
LKW-Fahrer bleibt weg von hier. Ihr dürft hier nicht fahren und wir wollen Euch auch nicht.
Die Polizeigewerkschaft hat das Problem erkannt:
In Berlin erklärte der DPolG-Bundesvorsitzende Rainer Wendt:
„Die erneute Steigerung der Unfallzahlen insgesamt sind ein eindeutiges Indiz dafür, dass sich an der Verkehrsmoral in Deutschland nichts geändert hat. Es wird gerast, rücksichtslos gedrängelt und hemmungslos gegen Vorschriften verstoßen. LKW-Fahrer und ihre Arbeitgeber sind eine der größten Gefahrenquellen auf deutschen Straßen. Deshalb ist es umso notwendiger, insgesamt einen kontinuierlichen Verfolgungsdruck aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
Wir würden es begrüßen, wenn die Polzei ihre Kontrollen wieder intensivieren würde.
Euer BAFF - Team
Charakterprofil - 21. Mär, 17:44